Aktuelles

Aus der ZDF-Sendung "Sonntags" vom 11.12.2011

Die Schlafsaal-Wände stehen.

Auszubildende und Lehrer des Berufskollegs Kempen waren vom 13. bis 31. Oktober 2011 erneut in Liancourt, um den Bau des 2010 vom Erdbeben zerstörten Montessori Lehrerinnen Ausbildungszentrums fortzusetzen. Sie hatten nach dem Erdbeben gesagt: "Wir haben kein Geld, aber wir können bauen." In den Osterferien dieses Jahres errichtete die erste Gruppe 9 Fundamente. Jetzt folgten die Installation des Sanitärbereichs und die Wände für 8 Bauten, insbesondere für die 4 Schlafsäle.

Nun sammeln und sparen wir für die Errichtung der Dächer durch eine dritte Kempener Schülergruppe in den Osterferien 2012. Rotary hat versprochen, einen Brunnen zu bohren. Wir suchen nun auch Mittel für den verbleibenden einfachen Ausbau der Häuser und insbesondere für die notwendige Solar-Anlage, um im Herbst 2012 endlich erneut mit der Ausbildung weiterer Montessori-Lehrerinnen für Haitis Vorschulen für bedürftige Kinder beginnen zu können.

Peter Hesse, Anfang November 2011


Montessori Bildung für sozialen Wandel.

Das Montessori Projekt der Peter-Hesse-Stiftung in Haiti wurde im August 2011 als Beispiel für möglichen sozialen Wandel durch Montessori Didaktik von der "Association Montessori Internationle (AMI)" hervorgehoben. Carol Guy-James Barratt und Peter Hesse (Photo) waren von AMI zur dritten Konferenz der "Éducateurs sans Frontières (EsF)" (Lehrer ohne Grenzen) nach Dallas, Texas, eingeladen worden und stellten dort das Haiti-Projekt vor.

Über 50 Bildungsengagierte aus aller Welt stellten in der Universität von Dallas ihre Projekte vor und diskutierten über Maria Montessoris Philosophie als Methode für sozialen Wandel. Hervorgehoben wurde auch AMI's eigenes Projekt in einem Flüchtlingskamp in Kenya sowie Initiativen in Tanzania, Australien und Montessori Schulen für benachteiligte Kinder in den USA.

In Haiti geht die Aufbauarbeit am neuen Montessori Lehrerinnen Ausbildungszentrum weiter.
Derzeit werden die Sanitäranlagen installiert. Die Brunnenbohrung steht unmittelbar bevor. Die Freiwilligen des Kempener Berufskollegs bereiten ihren zweiten Baueinsatz – gemeinsam mit haitianischen Ortskräften – für die zweite Oktoberhälfte vor. Sie spenden erneut ihre Ferienzeit, wie schon im April dieses Jahres. Damals wurden alle Fundamente für die Neubauten gegossen. Nun soll der Aufbau soweit wie in den beiden Ferienwochen möglich vorangetrieben werden. Kempener Spenden tragen erneut die Reisekosten der Gruppe.
In der Projektschule der Stiftung in Liancourt findet in diesen Sommerferien eine improvisierte Ausbildung für 21 Lehrerinnen statt – trotz ungenügender Finanzmittel. In Haiti bewährt sich das DENNOCH-Prinzip.
Peter Hesse, 23. August 2011


Ausbildung der Montessori-Lehrerinnen hat begonnen - Juli 2011.

In diesem Juli 2011 begann erneut die Ausbildung von 22 neuen Montessori-Vorschul-Lehrerinnen in der mit uns eng verbundenen großen Montessori Vorschule von Naomi Joseph in Liancourt, Haiti. Dort nutzen wir die Zeit der Sommerferien der Vorschulkinder. Wenn die Vorschule im September wieder beginnt, wird die Lehrerinnen-Ausbildung nachmittags fortgesetzt, wenn die Kinder die Schule verlassen haben. Gleichzeitig schreiten die Bemühungen um die Mittel für den Neubau des Lehrerinnen-Ausbildungszentrums in der Nachbarschaft dieser Vorschule weiter voran. Wir freuen uns auf den erneuten freiwilligen Arbeitseinsatz der Maurer-Studenten des Berufskollegs Kempen in deren Herbstferien im Oktober dieses Jahres. Da die Mittel für den Bau der Gebäude auf der Basis der im April von den Kempener Freiwilligen geschaffenen Betonfundamente nicht ausreichen, wird im Oktober nach "Plan B" mit den in Haiti erhältlichen Materialien weitergebaut.

Die nach dem Januar-Erdbeben 2010 gespendeten Nothilfe-Millionen sind leider bei uns nicht angekommen. Sie haben in Haiti einige konventionelle Neubauten - auch einiger Schulen - ermöglicht. Die Befähigung der Lehrer als Schlüssel-Funktion für den Erfolg der Schulen ist dabei zu kurz gekommen. Laut formeller Vorschriften dient die Lehrerbildung Kindern nicht direkt !!! Wir glauben - gemeinsam mit unseren engagierten Basispartnerinnen in Haiti, unseren Montessori-Lehrerinnen - an die Notwendigkeit einer nachhaltigen qualitativen Verbesserung der Grundbildung in Haiti. Diesen Weg gehen wir weiter.


Maurer des Berufskollegs Kempen während ihrer österlichen Bauaktion der Fundamente des Montessori Lehrerinnen-Ausbildungszentrums in Liancourt, Haiti.

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Der dreiwöchige Oster-Einsatz der Kempener Baufachleute war ein voller Erfolg:


Kempen berichtet über die Haiti-Aktion seiner Bürger.

7. April 2011 – Berufskolleg Kempen engagiert sich für die Erbebenopfer.

Kempen/Haiti -
Der Ausflug in die Karibik ist für die sieben Schüler und vier Lehrer des Berufskollegs Kempen alles andere als ein Trip in die Sonne. Wenn am heutigen Freitag für das elfköpfige Team der Flieger nach Haiti geht, stehen die Kempener vor einer Aufgabe, die Schwerstarbeit, Elend und Gefahr mit sich bringt. In Liancourt leben die Menschen nach dem schweren Erdbeben vor anderthalb Jahren in Notunterkünften. Kaum ein Haus ist bewohnbar, die Kriminalität ist unbeherrschbar. Dort wird die Delegation vom Niederrhein drei Wochen lang ein Ausbildungszentrum für Lehrer bauen, das in der Hauptstadt Port-au-Prince vier Autostunden entfernt zerstört worden ist.

Das Projekt in Haiti hat der Berufsschulpfarrer Roland Kühne in Zusammenarbeit mit der Peter-Hesse-Stiftung geplant. Peter Hesse hat jetzt am Berufskolleg die Kempener besucht und guten Mut für den außerordentlichen Einsatz gewünscht. Im Gespräch mit Berufskolleg-Leiter Dr. Hans-Joachim Kornblum war man sich einig, dass dieses Engagement trotz aller Horrormeldungen aus Japan oder aús der arabischen Welt bitter nötig ist.

Die Hilfe für Haiti hat am Berufskolleg Kempen schon im März 2010 kurz nach dem Erdbeben begonnen. Schüler der Klassen FSP (Fachschule Sozial-Pädagogik) und HSG (Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen) organisierten spontan ein Benefizkonzert für die Opfer. Schulleiter Dr. Kornblum: "Die Einnahmen haben sie für das Projekt zurückgelegt." Bereits am Montag dieser Woche hat Peter Hesse das Berufskolleg besucht, um vor allem den Auszubildenden seinen Dank auszusprechen. Der frühere Unternehmer berichtete selbst von seinem Einsatz in Haiti, wo er seit 26 Jahren hilft. Dr. Kornblum bedankte sich für die ideelle und materielle Unterstützung und hob gleichzeitig das soziale Engagement hervor, das die Schüler und Lehrer mit ihrer Teilnahme beweisen.

Berufskolleg-Pfarrer Kühne, der den Stifter Hesse durch die Welthungerhilfe kennen- und schätzen gelernt hat, erinnerte das elfköpfige Team kurz vor der Abreise an den Rat, den Peter Hesse allen Beteiligten ans Herz gelegt hatte: "Fahren Sie in Haiti Ihre Antennen aus."


Obere Reihe von links: Sinan Kont, Bau-Ing. Thomas Brux, Frau Hesse, Herr Hesse, Lehrerin Bärbel Trappmann, LehrerinKatrin Schubert, Benjamin Flühmann, Lehrer Arno Schnichels-Frieters.

Untere Reihe von links. Pfarrer Roland Kühne, Simon Preuß, Dennis Drews, Johann Ort, Jörg Tappiser, Dominik Klockow

Das Projekt in Liancourt
Außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince soll mit tatkräftiger Kempener Unterstützung in Liancourt ein neues Gebäude in einer Art Modulbauweise entstehen. Der kleine Ort mit rund 4000 Einwohnern ist vier Stunden von der Hauptstadt Haitis entfernt. Am Bau sollen einheimische Firmen beteiligt werden. Das Gelände ist 3500 Quadratmeter groß.
Wegen der hohen Kriminalität wird rund um das Gelände eine Mauer errichtet. Bei ihrem Aufenthalt und Einsatz vor Ort hatten die Kempener Berufsschüler und -lehrer daher ständig einheimische Begleiter zu ihrem Schutz dabei. Die Kempener arbeiten in Teams mit jeweils zwei Haitianern.
Wegen der Verständigung, die meist auf Französisch läuft, ist Französischlehrerin Bärbel Trappmann dabei.

Kreis Viersen – Der Landrat


Endlich geht es weiter ...

mit dem notwendigen Neubau des Lehrerinnen-Ausbildungszentrums in einer weniger von Erdbeben gefährdeten Gegend Haitis – in Liancourt, Haiti.

Wie am 12 Januar 2011 hier unten berichtet, werden Schüler des Berufskollegs Kempen in den kommenden Osterferien in Haiti konkret mit dem Neubau beginnen. Die Vorbereitungsreise eines Leitungsteams aus Kempen hat diesen Neubeginn in Haiti Anfang Februar 2011 eingeleitet. Nachfolgend der Originalbericht des Initiators der Aktion, Pfarrer Roland Kühne.

Noch fehlt das Geld für den Neubau. DENNOCH beginnen wir nun mit den Im Katastrophenjahr 2010 für diesen Zweck gespendeten rund 150.000,- Euro. Zu warten, bis alle notwendigen Mittel zur Verfügung stehen und alle politischen sowie administrativen Hürden überwunden sein werden, ist den Not leidenden Menschen Haitis – speziell ihren Kindern – nicht zumutbar.

Die Baupläne sind mit ehrenamtlicher Architektenhilfe aus Trinidad und nun – diese ergänzend – auch aus Kempen fertig (s. weiter unten). Erst vor wenigen Tagen erhielten wir das erste detaillierte Angebot einer geeigneten Baufirma. Noch ohne die notwendigen Einrichtungen, wie Betten für 40 Studierende, soll das Bauprojekt ca. 1.200.000,- US-Dollar kosten.

DENNOCH beginnen wir nun mit Hilfe der Freiwilligen aus Kempen – und setzen damit auch ein Zeichen. Wir hoffen, dass dies potentielle Geldgeber anregen wird, den weiteren Ausbau des LehrerInnen Ausbildungszentrums zu fördern. Es werden in der Welt noch viele Spendengelder zurückgehalten. Auf diese hoffen wir. Ergänzend werben wir aber auch selbst um zusätzliche Mittel – wie z.B. im Februar dieses Jahres im Zusammenhang mit den landesweiten Auftritten der Gruppe Ti-Coca & Wanga-Nègès aus Haiti – im Rahmen des Weltmusik-Projektes "Klangkosmos NRW" –. Hier nochmals das Konto der Peter-Hesse-Stiftung bei der Commerzbank Düsseldorf, Nr. 3156080, BLZ 300 400 00 .

Die ev. Kirchengemeinde Kempen sammelt ergänzend – Stichwort "Projekt Haiti" – über das Konto Nr. 11 003 118, Sparkasse Krefeld, BLZ 320 500 00.

Es ist DENNOCH möglich: Kindern Haitis eine Chance!
Peter Hesse – 28. Februar 2011

Projekt: "Schüler bauen für Lehrer"

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in Haiti, am 12. Januar 2010, sprach ich im Religionsunterricht des Berufskollegs Kempen mit angehenden Maurern über die Katastrophe in Haiti. Schnell war der Wunsch und Gedanke da, zu helfen - nur wie? So kam es zu einem folgenschweren Satz: "Ihr seid doch bald Maurer, also könnt ihr Häuser bauen!" Lange Zeit haben wir dann nicht mehr mit einer so konkreten Hilfe unsererseits gerechnet. Aber durch die Vermittlung von Uwe Schummer MdB erfuhren wir von der Peter-Hesse-Stiftung. Nach einigen Mails und Telefongesprächen mit Peter Hesse, war schnell klar, dass der Stiftung unsere Hilfe sehr gelegen kam.

So waren wir (Architekt Benno Friebe, Bauingenieur Thomas Brux und Pfarrer Roland Kühne) vom 29. Januar bis 4. Februar 2011 in Haiti und haben den Baueinsatz der Maurer vor Ort geplant und vorbereitet. Am Flughafen erwarteten uns Naohmi und Milka, sowie ein Fahrer aus Liancourt, Jimmy, der sich als exzellenter Kenner der haitianischen Straßenverhältnisse herausstellte.
Wir kamen in Port au Prince mit einigen Bauunternehmern und Bauträgern zusammen, stellten die Pläne für das Trainingscenter vor und erwarten nun die Angebote. Am 1. Februar fuhren wir dann raus nach Liancourt - und direkt zum Grundstück.

"Herr, hier ist für uns gut sein!" - Dieser Ausspruch Petrus' im Bericht über die Verklärung Jesu (Mk 9,5) kam mir in den Sinn, als wir einige Stunden später auf dem Stück Land standen, auf dem das neue Trainingszentrum für zukünftige Lehrerinnen gebaut werden soll. Monate der Vorbereitung, der Frage: wird es überhaupt dazu kommen?, der Ungewissheiten wegen der politischen Situation im Land und der Frage: Sind wir die Richtigen für dieses Projekt?, waren wie weggewischt. Wir hatten alle Drei das Gefühl und die innere Wahrnehmung: Dieses Stück Land, hier in Liancourt, wird ein guter Ort des gemeinsamen Lebens, Lehrens und Lernens werden, ein Ort an dem die wichtige Arbeit der Peter-Hesse Stiftung: Vorschulkindern Haitis nach dem pädagogischen Konzepts Montessoris eine Chance zu bieten, weiter fortgeführt werden kann.

Während des einwöchigen Aufenthalts in Port au Prince und Liancourt hat sich ein sehr intensiver Kontakt zu den Mitarbeitern der Peter-Hesse-Stiftung vor Ort entwickelt. Wir wurden bestens bekocht, umsorgt und gemeinsam priesen und dankten wir Gott für unser Zusammentreffen.
Unterstützt wird das Projekt von der evangelischen und katholischen Kirche in Kempen, vom Bürgermeister der Stadt Kempen, Volker Rübo, und die Schirmherrschaft haben übernommen: Uwe Schummer (MdB / CDU) und Siegmund Ehrmann (MdB / SPD).

In den Osterferien wird die Hilfe nun tatsächlich konkret und eine Gruppe von zehn Schülern und vier Lehrern machen sich auf den Weg nach Haiti. Wir freuen uns alle auf die Hilfe, die wir spenden dürfen und sind gewiss, dass es ein großes Miteinander mit den Bewohnern Liancourts werden wird.

Pfarrer Roland Kühne, Margeritenstraße 6, 47906 Kempen
27. Februar 2011


Architektur-Zeichnung des zukünftigen Montessori LehrerInnen Ausbildungszentrums in Liancourt, Haiti


Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti.

Heute, am 12. Januar, vor genau einem Jahr, starben in Haiti weit über 200.000 Menschen im ersten einer Reihe von Erdbeben. Wir konnten 6 Wochen später mit einem der ersten wieder in Port-au-Prince landenden Passagierflüge unsere 20 vom Erdbeben direkt geschädigten Montessori Vorschullehrerrinnen erreichen, ihnen materiell helfen und mit ihnen den Neubeginn planen. Vier unserer 36 funktionierenden Montessori Partner-Vorschulen für bedürftige Kinder waren zerstört – wie auch das LehrerInnen Trainingszentrum. Wir drehten einen 37-Minuten Dokumentarfilm unter dem Titel "Es ist DENNOCH" möglich. Kindern in Haiti eine Chance". Er kann in unserer Homepage www.solidarity.org unter "Aktuelles" eingesehen werden. Der Film ist nach wie vor aktuell.

Der improvisierte Neubeginn von drei der zerstörten Schulen begann kurz nach unserem Besuch in Haiti. Bürokratische und administrative Probleme verhinderten jedoch bis heute den konkreten Bau eines dringend gebrauchten neuen Trainingszentrums außerhalb der Hauptstadt – in Liancourt bei St. Marc. Wir erhielten insgesamt rund 200.000,- Euro Spenden für den Neubeginn in Haiti. € 50.000,- erforderte unsere Soforthilfe und die für den Neubeginn erforderliche Starthilfe. – € 150.000,- dienen dem Neubau des Trainingszentrums. Es soll jedoch nach ersten Ermittlungen mehr als das Dreifache kosten.

Eine große Partnerorganisation hatte ihre Hilfsbereitschaft signalisiert, zumal wir unseren treuen Spenderkreis zunächst auf die Nothilfemaßnahmen dieser Organisation hingewiesen hatten. Nun sollen wir zunächst unsere funktionierenden informellen Strukturen in Haiti formalisieren. Dann soll es eventuell und möglicherweise Hilfe von dieser Seite geben. Das könne jedoch noch ein bis zwei Jahre dauern. So lange können und wollen wir aber – ein Jahr nach dem Erdbeben – nicht warten.

Die unterbrochene Ausbildung von 40 Lehrerinnen muss nun beschleunigt wieder aufgenommen werden. Außerdem besteht ein dringender Zusatzbedarf an ausgebildeten Lehrkräften für die vielen Kinder, die im Lande verteilt unter unwürdigen Verhältnissen "über"leben. Darum haben wir dankbar die Hilfsbereitschaft von Maurer-Auszubildenden und deren Lehrer des Berufskollegs Kempen aufgegriffen und werden nun zügig mit dieser freiwilligen Hilfe und unseren 150.000,- Euro mit dem Bau beginnen. Ein geeignetes Bauunternehmen hatte sich in den Monaten der Vorbereitung herauskristallisiert. Gemeinsam wollen wir nun beginnen.

Ab dem 30. Januar werden Pfarrer Roland Kühne, der diese Hilfsbereitschaft organisiert hat und dessen Freunde, Benno Friebe, Architekt und der Bauingenieur Thomas Brux, eine Woche lang in Haiti Vorbereitungen für den Baubeginn treffen. In den Osterferien 2011 soll es dann in Liancourt konkret beginnen – und nicht erst in ein oder zwei Jahren. Die Notsituation in Haiti erfordert nun endlich konkretes Handeln.

12. Januar 2011

Peter-Hesse-Stiftung SOLIDARITÄT IN PARTNERSCHAFT für EINE Welt in Vielfalt

Peter Hesse – www.solidarity.org – Telefon (bis 14. 1. 2011): 0033-4-50-51-13-05

Cholera in Haiti

Die Cholera in Haiti hat erschreckende Ausmaße angenommen!
Wir, die Peter-Hesse-Stiftung, können bisher nur für Hygiene-Aufklärung und für sauberes Trinkwasser für unsere haitianischen Partner, die Montessori-Lehrerinnen, zu denen wir Zugang haben, sorgen. Das ist geschehen. Carol hat während ihres Oktober- und November-Besuches in Haiti entsprechend gehandelt.
Was nun von der internationalen Gemeinschaft der Hilfswilligen zu tun ist – neben dem Versuch breiter Aufklärung und hygienischer Fürsorge – sind vor allem Investitionen in die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser. Das übersteigt die Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Organisationen. Das muss der haitianische Staat – mit Hilfe der internationalen Hilfsstrukturen – selbst in die Hand nehmen – wie überall in der Welt, wo Wasser nicht (mehr) als freies, lebenswichtiges Gemeingut angesehen wird.
Peter Hesse, 25. November 2010


Kurzbericht aus Haiti – 10 Monate nach dem Erdbeben.

Das vordringliche Ziel der Peter-Hesse-Stiftung nach dem verwüstenden Erdbeben in Haiti, welches mehr als 230.000 Menschen tötete und über eine Million ohne Unterkunft hinterließ, war es, unseren Kindern und Lehrerinnen zu helfen, diese unerwarteten und beängstigenden Erfahrungen zu bewältigen und in einer angenäherten Normalität weiter zu leben. Unsere direkt daran anschließendes Ziel war der Neubeginn der VorschullehrerInnen-Ausbildung.

Unmittelbar nach dem Erdbeben waren wir mit der Situation konfrontiert, dass Kinder auf der Straße lebten und Lehrerinnen ihre Wohnungen und Jobs verloren hatten. Unsere ersten Maßnahmen umfassten Möglichkeiten, 20 unserer LehrerInnen und ihre erweiterten Familien in einer unserer unversehrten Partner-Schulen außerhalb des Erdbebengebietes (in Liancourt) unterzubringen und finanziell zunächst eine 5-Monats-Periode zu überbrücken. Ergänzend spendete unsere haitianische Partner-Organisation, „Agro-Action-Allemande“, die Tochter der Welthungerhilfe, Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Speiseöl, Fischkonserven sowie Reinigungsmittel, Decken usw.

Zelte und Planen sowie Eigenkonstruktionen aus Sperrholz ersetzten provisorisch die zerstörten Vorschulen. Inzwischen konnten in drei der vier zerstörten Schulen halbwegs dauerhafte Strukturen geschaffen und das Montessori Lehrmaterial zum Teil ersetzt werden. Diese Partner-Schulen funktionieren nun erneut – halbwegs normal. Cholera konnte bisher von unseren Lehrerinnen und unseren Vorschulkindern ferngehalten werden – dank intensiver hygienischer Beratung und der Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Leider konnte das in Port-au-Prince zerstörte LehrerInnen-Ausbildungszentrum noch nicht ersetzt werden. Die Studentinnen, die ihre Ausbildung nicht abschließen konnten, erhielten „Attestations“, die belegten, dass sie bis zum Erdbeben an den Kursen teilgenommen hatten. Wegen des akuten Lehrermangels konnten viele mit Hilfe dieser Bestätigungen schon wieder Jobs finden. In Jacmel konnten jedoch 20 Studierende in einem Zelt ihren Lehrerinnen-Kurs erfolgreich beenden. Im Januar 2011 wird unser „mobiles“ Training in Les Cayes für Studentinnen aus dieser Gegend neu beginnen.

Weiterhin bemühen wir uns um eine verbesserte Dauerlösung für die Ausbildung weiterer Montessori VorschullehrerInnen. In Liancourt wird ein Ausbildungszentrum mit einem einfachen Internat für bis zu 40 Studentinnen aus allen Teilen Haitis entstehen – s. Skizze hier unten. Hier haben wir ein hierfür geeignetes Grundstück gefunden. Wegen finanzieller, bürokratischer und bautechnischer Probleme ist dies in Haiti zwar ein mühsam langsamer Prozess; die LehrerInnen-Ausbildung ist und bleibt aber das vordringliche Ziel unserer Stiftung in Haiti.

Erfolgreichen Studierenden mit geringen finanziellen Möglichkeiten wird – wie bisher – von der Peter-Hesse-Stiftung geholfen, ihre eigenen Schulen zu eröffnen. Wenn die ausgebildeten Lehrkräfte in ihren Dörfern und Städten Vorschulen gründen, dient dies Kindern in ganz Haiti. Dafür bitten wir auch weiterhin um Spenden.
Peter Hesse – 15. November 2010


Herstellung von Montessori Lehrmaterial, das im Erdbeben zerstört worden war.

65 % des Lehrmaterils für Sprache und Kultur stellen LehrerInnen in Haiti selbst aus einfachem Material her. Am 23., 27. und 29. Oktober 2010 erneuerten Lehrerinnen unter Carols Leitung vom Erdbeben zerstörte Materialen. Gleichzeitig wurden die Vorbereitungen für den Neubau des zerstörten LehrerInnen-Trainingszentrums in Haiti vorangetrieben.


Sehen Sie hier direkt den Film "Es ist DENNOCH möglich!"

Flashplayer



Die Peter-Hesse-Stiftung fördert weiterhin Montessori-Bildung.

Carol berichtet am 30 September aktuell aus Haiti:
Die Peter-Hesse-Stiftung ersetzte wesentliche Teile des Montessori Materials und von Möbeln in den vom Erdbeben zerstörten Projekt-Vorschulen zu Beginn des neuen Schuljahres. Teile der zerstörten Schulen sind nun teilweise provisorisch repariert, um es den Kindern zu ermöglichen, wieder die Vorschulen zu besuchen. Wir hoffen, die Reparaturen vervollständigen zu können, sobald neue Mittel hierfür verfügbar sein werden. Der notwendige Neubau des vom Erdbeben zerstörten Trainingszentrums bleibt unsere erste Priorität und größte Herausforderung. Wir arbeiten intensiv an dieser Problemlösung, um auch weiterhin LehrerInnen ausbilden zu können, damit diese den Kindern Haitis durch Qualitätsbildung eine bessere Zukunftschance eröffnen können.


Carol übergibt der Lehrerin Tammar Montessori Material in Leogane.

Trotz eines gleichzeitigen nervenaufreibenden Bebens der Stärke 4.4 in Jacmel feierten dort am 26. September 20 Montessori Lehrer-StudentInnen das Ende ihres vom Erdbeben unterbrochenen Ausbildungsjahres in einer bewegenden Zeremonie. Sie sangen und dankten Gott betend für die Rettung ihrer Leben. (Für Carol war dies eine persönliche Lernerfahrung in Optimismus und Widerstandsfähigkeit, wie sie – selbst auch bewegt – berichtete.)


16 der 20 Graduierten mit ihrer Trainerin Héliana Charles am 26.9.2010 in Jacmel.

An alle Spenderinnen und Spender, Familien und Schulen, die seit dem 13. Januar 2010 für unsere Montessori Kinderprojekte in Haiti gespendet haben.

Auf 36 der 135 Spenden-Eingänge fehlt die Spender-Anschrift oder sie ist unvollständig. Obwohl bei Spenden bis € 200,- Ihr Einzahlungsbeleg Ihrem Finanzamt zur steuerlichen Berücksichtigung genügen kann, wollten wir auch allen Neuspendern danken sowie ihnen DENNOCH eine Spendenbescheinigung schicken und sie über die Projektentwicklung informieren. Wer daher bisher in 2010 von uns keine Spendenbescheinigung erhalten hat – aber eine solche wünscht – möge uns dies bitte mitteilen per E-Mail p.hesse@solidarity.org oder per Post an die Peter-Hesse-Stiftung, Otto-Hahn-Str. 2, D-40699 Erkrath.

Zur Situation in Haiti – Ende August 2010

Seit dem 13. Januar 2010, dem Tag nach dem ersten großen Beben in Haiti, ist das Schicksal unserer haitianischen Montessori Projektpartner(innen) und der Versuch der Heilung der durch das Erdbeben entstandenen materiellen und immateriellen Schäden unser zentrales Thema. Die von der Familie unseres Vorstandsmitglieds Dr. med. Sabine Uhlen gespendete filmische Dokumentation der Schäden und des beginnenden Wiederaufbaus 6 Wochen nach dem Erdbeben ist unter www.solidarityhaiti.de.vu zu sehen. Eine DVD dieses Films von 37 Minuten ist für zweckdienliche Nutzung (insbes. z. B. in Schulen) auf Wunsch gern erhältlich.
Seit unserer Haiti-Reise Ende Februar bemühen wir uns um den Wiederaufbau der 4 durch das Erdbeben zerstörten Montessori Vorschulen unserer haitianischen Projektpartner in Port-au-Prince und in Leogane sowie vor allem auch um den Neubau eines kulturell angepassten Lehrer(innen) Ausbildungszentrums in Liancourt in der Nähe von St. Marc.
Dieser Neubau eines einfachen Zentrums, in dem 40 Studentinnen wohnen und lernen können, erweist sich als wesentlich teurer als auf Grund von ersten Angeboten angenommen.
Aus Mitteln des Vorjahres (s. Jahresabschluss 2009) und den Spenden dieses laufenden Jahres haben wir nun insgesamt rund € 200.000,- zur Verfügung. Das ist weniger als die Hälfte der notwendigen Mittel für die neuen Vorschulen und das unverzichtbare neue Trainingszentrum. Unsere hoch motivierten Vorschul-Träger der 4 zerstörten Schulen, die von uns ausgebildeten Montessori Lehrerinnen, sind echte „Sozial-Unternehmerinnen“. Sie warten sehnlichst auf neue Räumlichkeiten und improvisieren derzeit in Behelfsbauten und unter Zelten – s. Fotos weiter unten.
Ein neues Trainingszentrum ist unverzichtbar für den Erhalt und für den dringend erforderlichen Ausbau des erfolgreichen Montessori-Vorschulmodells in Haiti. Es besteht großer Bedarf an zusätzlichen Lehrer(innen) für die rund 32 intakten Montessori-Projekt-Vorschulen im Lande sowie für erwünschte Neugründungen. Lehrer(innen)-Bildung ist das Herzstück unseres Erfolgsmodells für bedürftige Kinder. Dafür bitten wir um weitere Spenden an die Peter-Hesse-Stiftung, Konto 3156080, Commerzbank, BLZ 300 400 00.
Die Aufstockung des Stiftungskapitals im Jahr 2008 von gut € 100.000,- auf eine runde Million Euro sichert die zukünftige Lebensfähigkeit des Haiti Engagements. Es reicht derzeit allerdings nicht aus, die notwendige Infrastruktur zu retten bzw. zu erstellen. Darum die Bitte: Werben Sie für dieses Projekt – für eine Chance für bedürftige Kinder Haitis!
Allen Unterstützern Dank für ihr Engagement – und mit freundlichem Gruß
Peter Hesse – Peter-Hesse-Stiftung, Otto-Hahn-Str.2, D-40699 Erkrath


Fortschritte in Liancourt und erfolgreicher Abschluss des Schuljahres für Kinder in den 4 zerstörten Projekt-Vorschulen.

In allen vier vom Erdbeben zerstörten Montessori Projekt-Vorschulen haben es die Lehrerinnen in improvisierten Behelfsräumen und unter Zeltplanen geschafft, das laufende Schuljahr ihrer Vorschulkinder aus bedürftigen Bevölkerungsschichten Ende Juli 2010 abzuschließen. Hier von Carol Guy-James Barratt während ihres Juli-Besuchs der Projekte in Haiti aufgenommene Fotos.

Wir arbeiten weiterhin an einer dauerhaften Problemlösung für die Montessori Vorschul-Lehrer(innen)-Ausbildung. Geeignetes Land für den Neubau des Trainingszentrums ist in Liancourt gefunden. Der Fortschritt wird jedoch durch bürokratische und planerische Erschwernisse gebremst. DENNOCH – und umso intensiver – arbeiten wir an der Lösung der Probleme.

Das neue Lehrer(innen) Ausbildungszentrum wird bis zu 40 Student(innen)en aus allen Teilen Haitis aufnehmen, die dann dort wohnen und lernen können. Dies wird helfen, das Problem der Konzentration auf die Hauptstadt zu lösen. Es wird Kindern in allen Teilen Haitis nutzen wenn die von dort entsandten Lehrer(innen) in ihre Landesteile zurückkehren. Das Zentrum wird auch zusätzliche Student(innen) aus der Umgebung aufnehmen können, die dort nicht wohnen werden. Wie bisher werden dann erfolgreiche Student(innen) mit begrenzten ökonomischen Möglichkeiten von der Peter-Hesse-Stiftung Hilfe erhalten, um eigene Montessori Vorschulen eröffnen zu können.

In Jacmel hat unser „mobiles“ Trainingszentrum unter Montessori-Trainerin Héliana ihr Training in einem Zelt fortsetzen können, um die durch das Erdbeben verlorene Ausbildungszeit aufholen zu können. Leider haben die 41 im zerstörten Hauptstadt-Zentrum eingeschriebenen Montessori Studentinnen bisher noch keine derartige Möglichkeit erhalten können. Die Vorbereitungen für die neue, dauerhafte Problemlösung in Liancourt sind jedoch seit unserem Teambesuch im Februar 2010 – s. Film in www.solidarityhaiti.de.vu – im Gange.
Die Peter-Hesse-Stiftung sieht die Lehrerbildung als wesentlich für einen Erfolg zukünftiger Generationen in Haiti. Die Dringlichkeit wird in Anbetracht der Tatsache deutlich, dass 57 % der Lehrer Haitis selbst weniger als Sekundarschulbildung haben und nur 0,9 % irgendeine Art von Lehrer-Diplom besitzen.

Peter Hesse, 10. August 2010



Probleme in Haiti
haben die Vollendung des in 2008 von der Peter-Hesse-Stiftung begonnenen ersten Montessori LehrerInnen Ausbildungszyklus der Stiftung in der Elfenbeinküste in West-Afrika im Juni nicht verhindert. Am 25. Juni 2010 fand in Abengourou, Côte d’Ivoire, unter großem zeremoniellem Aufwand die erste Diplomverleihung statt.

Dies sind die ersten Absolventen/Absolventinnen des „Centre Montessori d’Abengourou“. Dieses die langjährigen Haiti-Erfahrungen nutzende neue Zentrum hatte auch die erste Montessori Vorschule in Côte d’Ivoire gegründet. Die Studierenden erhielten damit eine Möglichkeit zur praktischen Übung der Montessori Methode mit Kindern.

In 2011 wird unsere Stiftung zwei weitere Montessori Vorschulen in der Elfenbeinküste eröffnen und – vorausgesetzt, dies ist finanzierbar – auch dort die LehrerInnen-Ausbildung fortsetzen.

6 Monate nach den Erdbeben in Haiti
arbeiten wir weiterhin an verbesserten dauerhaften Problemlösungen im Grundbildungsbereich in Haiti – insbesondere für die erneut beginnende und vermehrte Ausbildung von Montessori Vorschul-Lehrern und -Lehrerinnen in einem sozial und ökologisch angepassten Rahmen. Kernziel ist:

Ein ökologisch zukunftsfähiges und sozial angepasstes Lehrer-Ausbildungszentrum in Haiti.

Das Erdbeben im Januar 2010 zerstörte 4 Montessori Vorschulen unserer örtlichen Partner sowie das LehrerInnen Ausbildungszentrum in der Hauptstadt. Seitdem erhalten Kinder – soweit überhaupt – eine Betreuung in improvisierten Zeltlagern. Für die Ausbildung der LehrerInnen fehlen die räumlichen Möglichkeiten. Heliana versuchte die unterbrochen Ausbildung von Lehrerinnen in Jacmel improvisierend unter einer Zeltplane zu vollenden.

Schon unmittelbar nach den Zerstörungen begannen wir mit den Vorarbeiten für ein neues Ausbildungszentrum – und brauchen dafür mehr Hilfe, als wir nach dem Erdbeben erhielten! Ein Bauplatz ist in Verbindung mit unser treuen Haupttrainerin Naomi und ihrer Familie in Liancourt bei St. Marc gefunden. Es soll ein erdbebensicheres „grünes“, ökologisch nachhaltiges Haus mit Nutzung der Sonnenenergie werden – auch als Modell für zukünftige Bauten in Haiti. Ein zu bohrender Brunnen wird Wasser liefern, welches wir optimal für alle sanitären Zwecke nutzen wollen. Diese Arbeit soll noch im Juli dieses Jahres beginnen. Die Suche nach einer geeigneten Baulösung beginnt nun langsam konkret realisierbar zu werden – nach großen logistischen, organisatorischen und finanziellen Anfangsproblemen.

Das neue Zentrum wird die Ausbildung von bis zu 40 neue LehrerInnen pro Jahr ermöglichen. Diese werden dort wohnen und ganztägig lernen können, so dass sich das zweijährige Lernprogramm in einem intensiven Jahr bewältigen lässt. Damit werden für die Kinder Haitis Lernmöglichkeiten durch mehr LehrerInnen geschaffen, damit diese ihre traumatischen Erlebnisse überwinden und frühzeitig Fähigkeiten für ein lebenslanges Lernen erwerben können.

Unser nächstes Ziel ist es – mit noch nicht gelösten Finanzierungsproblemen – die Schulgebäude unserer Lehrerinnen zu ersetzen, damit diese „Sozial-UnternehmerInnen“ erneut eigenständig weiterarbeiten können.

Unsere Zukunftsvision ist es, Montessori-Vorschulen im ganzen Land insbesondere für die zahllosen Kinder zu fördern, die aus der Hauptstadt geflohen sind und nun auf dem Land in improvisierten Situationen hausen und ohne solche Starthilfe kaum Chancen haben, ein würdiges Leben zu führen. Für diese Vision brauchen wir allerdings noch viel Hilfe.

6 Wochen nach dem Erdbeben waren ein Team der Peter-Hesse-Stiftung und ein TV-Filmteam auf eigene Kosten in Haiti, um unsere 20 direkt vom Erdbeben betroffenen Montessori Partnerinnen zu unterstützen und über erlittene Schäden zu berichten. Außerdem wurden die Weichen für die Projekt-Zukunft in Haiti gestellt. Ein von der Familie unseres Vorstandmitglieds, Dr. med. Sabine Uhlen, gestifteter 37-minütiger Film dokumentiert diese Entwicklung und ist nun nicht nur auf Wunsch als DVD für öffentliche Vorführungen erhältlich, sondern hier auch direkt in vollem Umfang anzusehen – über: http://vimeo.com/1288925 - sowie neben TV-Interviews zur Haiti-Reise als „Langfassung Haitifilm“ auch unter www.solidarityhaiti.de.vu

Eine 9,5 YouTube Kurzfassung in Englisch ist auf der englischen Seite unserer Homepage unter News zu sehen.

Peter Hesse – Anfang Juli 2010


Dies sind die ersten Skizzen unseres angestrebten neuen Montessori LehrerInnen Trainingszentrums in Liancourt, in der Nähe von St. Marc, Haiti. - in der Nähe der zwei Projekt Vorschulen für die besonders wichtigen praktischen Übungen mit Kindern. Das einfache aber zweckmäßige Internatsgebäude wird eine Beton-Bodenplatte von etwa 20 x 16 Metern erfordern. Toiletten und Waschräume werden separat von diesem Wohn- und Arbeitsgebäude errichtet. Einige geplante Einzelheiten sind aus der Skizze nicht erkennbar, (sie verstecken sich insbesondere im "Stauraum"). Da Preise mit der wohl bestgeeigneten Baufirma aus der Dominikanischebn Republik noch verhandelt werden müssen, wissen wir noch nicht, ob wir dieses für die Montessori-Arbeit in Haiti wichtigste Gebäude für 40 StudentInnen selbst voll finanzieren können und in welchem Umfang wir die nächste Priorität realisieren können: neue oder reparierte Gebäude für die jeweils zwei zerstörten Projekschulen in Port-au-Prince und in Leogane. Wir werden Sie weiter informieren.
Peter Hesse - 18 April 2010


Montessori in Haiti und in Côte d'Ivoire - 9. März 2010

Carol Guy-James Barratt, die Montessori Projekt-Partnerin und Koordinatorin unserer Stiftung, wird vom 20.3.2010 bis Ende März in unserem Montessori Lehrerinnen Schulungszentrum in der Elfenbein Küste sein. Sie wird von Willande Dorlus-Antoine begleitet, eine unserer Lehrerinnen aus Haiti. Willande wird dort das Training der afrikanischen Studentinnen unterstützen, die ihr Montessori Diplom anstreben.
Vor dem Erdbeben arbeitete Willande in der Montessori Vorschule in Kenskoff, Haiti. Sie assistierte auch im zerstörten LehererInnen Trainingszentrum in der Rue Clermont uns besucht in Port-au-Prince die Quisqueya Universität, um dort auf Kosten der Peter-Hesse-Stiftung einen Bachelor-Grad in Erziehungswissenschaften zu erreichen. Sie hat bis zum Examen noch ein Jahr vor sich und nutzt jetzt sinnvoll die Zeit, in der Ihr Studium praktisch ruht. Anschließend wird Willande in dieser Universität Montessori Methodik unterrichten. Dieser Kurs wird als ein Hauptfach im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Diploms angeboten werden. Damit wird die langfristige Strategie unserer Stiftung umgesetzt, die Montessori-Ausbildung in Haiti auch formal zu festigen.
In Erdbebengebiet Haitis zögern Kinder und Studenten wegen noch immer vorkommender Nachbeben weiterhin, Schulen oder Universitäten zu besuchen - selbst in nicht zerstörten Gebäuden. Um nun dennoch so schnell wie möglich wieder mit der Ausbildung von Montessori LehrerInnen fortfahren zu können, arbeiten wir mit hoher Priorität daran, zunächst eine Wohnmöglichkeit für Studentinnen in unserer ländlichen Montessori Vorschule in Liancourt zu schaffen und sodann die zerstörten Vorschulen im Erdbebengebiet zu ersetzen sowie kleine Wohnhäuser für die Lehrerinnen zu errichten.
Ich kann nun potentielle Unterstützer in Europa und in den USA gerne telefonisch erreichen - sofern ich ihre Nummern erhalte.
Peter Hesse

Erste Fotos von unserem Haiti Besuch - 20. bis 27. Februar 2010


Kirche (church) in Leogane

auch (also) in Leogane


Tankstelle (gas station)

Rouine with child


Resteverwertung (search for usables)

Dennoch aktiv (actice eventhough)


Palast Zelte (Palace tents)

städt. Zelt (urban tent)


ohne Worte (without words)

ländl. Zeltlager (rural tents)


School in Leogane

Montessori in Leogane


Project-school

zu erneuern (to replace)


Carol + 2 Lehrer (teacher)

Carol + Lehrer (teacher)


in ex Montessori preschool

outside ex Montessori school


Montessori training center P.-au-P.

P. Hesse traurig (sad)


Montessori in Liancourt

Medizin for Liancourt school


Das Lernen geht weiter

Learning continues in Haiti


Montessori hat Erfolg - succeeds

A film will proove it dennoch

Zurück aus Haiti - 1. März 2010

In weniger als einer Minute Haus und Habe, Familienmitglieder und Freunde zu verlieren. dies erlebten am Dienstag, den 12. Januar, mehr als eine Million Menschen in Haiti. Binnen einer Minute war alles zerstört und das Leben radikal verändert. Viele der mit uns in Haiti verbundenen Montessori Lehrerinnen sind in dieser erschütternden Lage. Sie verloren alles. Einige von ihnen mussten aus ihren Häusern befreit werden und wurden so gerettet. Ähnliches erlitten viele unserer Vorschulkinder und deren Eltern. Wie tausende Haitianer schlafen sie immer noch auf den Straßen und in Parks, in gespendeten oder selbst gebastelten Zelten. Selbst die, deren Wohnstätten verschont wurden, schlafen aus Furcht vor den bisher 52 Nachbeben von Stärke 4,5 und mehr weiterhin in provisorisch errichteten Zelten. Heute, am 1. März bebte die Erde erneut heftig.
Über eine halbe Million Menschen flüchteten aus der Hauptstadt in das Umland zu Freunden oder Verwandten sowie in entferntere Zeltlager. Ihr Stress wird durch Wasser- und Nahrungsmangel sowie durch die hygienische Notsituation vielfach noch verstärkt. Die Hilfslieferungen sind zwar angelaufen, aber noch nicht bei allen Menschen angekommen.

Am 19. Februar flog erstmalig wieder eine privat buchbare Linienmaschine (American Airlines - aus Miami) Port-au-Prince direkt an. Am Samstag, den 20. Januar, dem zweiten "offenen" Tag des Flughafens von Port-au-Prince erreichte das 5-köpfige Team unserer Peter-Hesse-Stiftung Haitis Hauptstadt und erlebte selbst bis zur Rückreise am 27. Januar vier Nachbeben. Wir sahen und dokumentierten das Ausmaß des Desasters, das weit über zweihunderttausend Menschen nicht überlebten.
Noch mehr Menschen wurden verletzt - und traumatisiert. Das trifft die vielen Kinder besonders hart, die nun vielfach in ungewohnter Umgebung und in Zeltlagern leben müssen - ohne Schule. In der Hauptstadt sind 75 % aller Schulen zerstört, In Léogane noch mehr. Wir haben 4 unserer Montessori Partner-Vorschulen sowie das LehrerInnen-Trainigszentrum in Port-au-Prince verloren (s. Foto). 19 unserer Lehrerinnen und ihre Familien sind direkt betroffen. Sie haben nicht nur ihre Arbeit, sondern zumeist auch ihr Zuhause verloren. Sie versammelten sich nun in unserer verschonten Vorschule in Liancourt auf dem Lande, weit außerhalb der Hauptstadt. Das Team der Peter-Hesse-Stiftung lebte dort zwei Tage, besprach eingehend mit ihnen, wie am besten geholfen werden kann, um ihnen selbst - und damit auch den Montessori-Kindern - wieder eine bessere Lebenschance zu bieten.
Die unmittelbaren Ernährungsbedürfnisse unserer PartnerInnen und ihrer Familien wurde während unserer Anwesenheit von der solidarischen Deutschen Welthungerhilfe durch eine große Lieferung von Grundnahrungsmitteln befriedigt. Ein eigener Brunnen der Schule sichert die Wasserversorgung. Wir brachten ein großes Zelt mit aus Deutschland sowie Bargeld zur Überbrückung der kommenden Monate. Als nächstes müssen nun unsere LehrerInnen Arbeits- und Wohnmöglichkeiten erhalten, um ihnen selbst wieder eine Perspektive und den Kindern eine Chance zum Lernen und zur Heilung ihrer traumatischen Erlebnisse zu bieten.
Aus diesem Grund planen wir die Wiedereröffnung der zerstörten Vorschulen und eine unmittelbare Weiterführung der Ausbildung von Montessori LehrerInnen in Liancourt.
Dort auf dem Land, soll die Schule erweitert und ein "Schlafhaus" für 40 Lehrerinnen errichtet werden.

Unsere Vision sieht Montessori-Vorschulen auch in verschiedenen Brennpunkten des Landes, in die viele Hauptstadtbewohner vor weiteren Erdbeben geflohen sind. Dafür bedarf es jedoch nicht nur noch mehr neuer LehrerInnen, sondern auch neuer Mittel zur Schaffung von Möglichkeiten zu heilen und zu lernen. Unser Motto hilft dabei: Es ist DENNOCH möglich!


Vor der Abreise nach Haiti - 16.2.2010

Erstes Foto unseres vom Erdbeben am 12. Januar 2010 zerstörten Ausbildungszentrums für Montessori Vorschul-LehrerInnen in Port-au-Prince - unter einem Foto mit Trainerinnen und Studierenden vor dem Zentrum aus dem Jahr 2004.



Am Nachmittag des 12. Januar wurde Naomis erste Vorschul-Schülerin zu Grabe getragen. Darum war das Zentrum an diesem Tag geschlossen. - Glück im Unglück, denn sonst wären viele Studierende vom Erdbeben während des Nachmittagskurses im Zentrum überrascht und vermutlich getötet worden.



Wenn wir - wie geplant - am Samstag, dem 20. Februar in Haiti ankommen werden, müssen nicht nur wir im mitgebrachten Zelt schlafen, es wird dann auch eine provisorische Trainingsmöglichkeit auf dem Lande außerhalb der Hauptstadt einzurichten sein, damit die Arbeit schnell wieder aufgenommen werden kann und Kindern wieder (Vor-)Schule ermöglicht wird - auch, um ihr Trauma zu lindern.
- Peter Hesse - 16.2.2010

Schulen immer wichtiger für Neubeginn in Haiti. - 1. 2. 2010

von Peter Hesse - nach einem Bericht vom 30.1.10 in "The Wall Street Journal".

Schule ist jetzt besonders notwendig zur Lindering der Not der Kinder Haitis, die auch emotional durch das Erdbeben sehr gelitten haben. Insbesondere die in den Zeltquartieren lebenden Kinder brauchen jetzt - und nicht erst später - dringend Schule, die ihnen Halt gibt, stellte Pierre Michel Laguerre, der Generaldirektor des Haitianischen Bildungsministeriums fest. Außerdem sollen in Haiti schnellstens Hoffnungszeichen für eine angestrebte Normalität des Lebens gesetzt werden, berichten unsere Partner vor Ort.

Wir wollen nun unverzüglich im improvisierten Rahmen der Schule unserer Montessori-Trainerin Naomi Joseph mit der Betreuung und der moralischen sowie der methodischen Stärkung der Lehrerinnen unserer Partner- Vorschulen beginnen, deren pädagogische Arbeitsplätze weitgehend zerstört wurden.
Außerdem will Carol ehemalige Studentinnen, die nur ein "Assistentinnen"-Diplom erhalten hatten, weiter qualifizieren. Für einen Neuanfang braucht Haiti mehr gute LehrerInnen - und wir meinen: auch mehr Montessori Vorschulen.
Wir wollen nicht die Gelegenheit verpassen, den Neubeginn in Haiti mit guter didaktischer Montessori-Qualität zu beeinflussen. Nun gebietet die Not Eile und der Aufbruch bietet eine große Chance.

Nach dem Haiti-Erbeben: Ein Neuanfang ist notwendig und möglich!

Ein Aufruf - von Peter Hesse - 27. Januar 2010

In Haiti herrschen weiterhin Elend und Unsicherheit. Die Zukunft der Menschen ist dort nun nicht nur Thema der Haitianer selbst, sondern auch der solidarischen Weltgemeinschaft.
Nach der hoffentlich bald erreichten Verfügbarkeit der "basic needs": sauberes Wasser, Nahrung, Schutz und medizinische Betreuung ist die Möglichkeit, frühzeitig im Leben mit dem Lernen zu beginnen, auch ein Grundbedürfnis und somit ein Grundrecht.

Montessori Vorschulen sind auch für Kinder in Haiti eine Startchance für eine selbstbewusste erfolgreiche Lebensgestaltung wie für eine eigenständige Entwicklung Haitis. Montessori vermittelt positive Grundwerte und erlaubt die Entwicklung von Grundfähigkeiten.
Dafür arbeitet die Peter-Hesse-Stiftung in Haiti erfolgreich seit 1983.

Es ist viel zerstört. Nach dem verheerenden Erdbeben wussten wir lange nicht, ob unsere haitianischen Montessori Lehrer-Trainerinnen und ihre Studentinnen überlebt haben. Nun wissen wir zumindest: Unsere Trainerinnen und zumindest viele der Montessori Lehrerinnen haben überlebt. Darüber sind wir glücklich - und dankbar. Ungewiss ist leider immer noch das Schicksal einiger in unseren Projekten eigenständig wirkenden Lehrkräfte und ihrer Kinder. Klar ist: Das Montessori LehrerInnen-Ausbildungszentrum in Port-au-Prince sowie einige Vorschulen unserer haitianischen Partner im Erdbebengebiet sind zerstört.
Nun muss es erneut weiter gehen - Mit LehrerInnen-Bildung und neuen Vorschulen auch für Kinder in den Zeltlagern. Wir haben eine konkrete Vision* eines Neubeginns für ganz Haiti, können diese Vision wegen der Größe der Zerstörungen jedoch nicht alleine realisieren.

Als Gründer der Peter-Hesse-Stiftung muss ich nun meine Mitmenschen um Hilfe zu bitten.
Die Erträge der 1983 mit DM 210.000,- gegründeten kleinen Privatstiftung, die erst 2009 im Vorgriff auf mein Testament auf eine Million erhöht wurde, reichen für Haitis Neuanfang nicht aus. Wir, d. h. konkret meine Montessori Projektpartnerin Carol Guy-James Barratt aus Trinidad und unsere Trainerinnen haben seit 1986 über 800 Montessori Vorschullehrerinnen ausgebildet und wir haben Hilfe beim Aufbau von rund 50 einheimischen Montessori Vorschulen für bedürftige Kinder geleistet. Das Montessori Vorschulsystem ist nun in Haiti gut eingeführt. Hauptträger sind die Lehrerinnen und ihre lokalen Gründungsinitiativen.
Ich war dafür 43-mal einige Wochen in Haiti, Carol noch viel öfter und länger. Zur Zeit des Erdbebens am 12./13. Januar 2010 waren wir beide jedoch nicht in Haiti. Wir müssen nun schnellstens erfahren, was aus unseren Schulen im Detail geworden ist. Dann können wir sogleich mit dem Neuanfang beginnen. Das DENNOCH-Prinzip muss erneut siegen - wie schon bisher in Haiti. Darum bitte ich nun um Spenden für den Neuanfang.

Ein Filmteam um unser Vorstandsmitglied Frau Dr. Sabine Uhlen, wird in der letzten Februar-Woche 2010 auf eigene Kosten mit Carol und mir nach Haiti fliegen um zu dokumentieren, was zum Wohle der Kinder in Haiti gerettet werden kann - und muss.
Bis Mitte Februar gespendete Mittel werden von uns dann direkt vor Ort voll eingesetzt.

Peter Hesse - www.solidarity.org - - 27. 1. 2010

Konto der Peter-Hesse-Stiftung: 3156080 - Commerzbank Düsseldorf - BLZ 300 400 00
(Für Spendenbescheinigungen bitte "Haiti Erdbebenhilfe" und volle Spenderanschrift.

*Haiti Montessori-Vision:
Da eine eigenständige Entwicklung eines Landes wie Haiti nur mit selbstbewusst denkenden und sinnvoll handelnden Menschen möglich erscheint, kann und darf es in Haiti nicht dabei bleiben, dass Kinder - wenn sie überhaupt zur Schule gehen können - nur Texte auswendig lernen. Diese "Nachplapper-Didaktik" ist in Haiti eine weitestgehend erhaltene, schlechte Tradition. Ein Neuanfang nach dem verheerenden Erdbeben vom 12./13. Januar muss Menschen in den Mittelpunkt eines zu erneuernden Bildungssystems stellen. Da alle alten, vorhandenen Strukturen buchstäblich in sich zusammengefallen sind, ist dies prinzipiell möglich geworden.
Da jeder Mensch von Natur aus früh im Leben lernt, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und mit vielschichtigen Grundbegabungen, muss sich das zu erneuernde haitianische Bildungssystem diesen unterschiedlichen Menschen anpassen. Das leistet die Montessori-Didaktik auf Basis der Montessori-Philosophie vom Wert eines jeden Menschen. Das konnte in Haiti insbesondere durch die Montessori-Vorschul-Initiative der Peter-Hesse-Stiftung in den vergangenen über zwanzig Jahren überzeugend bewiesen werden.
Gute Montessori-Vorschulbildung ist auch unter einfachsten Rahmenbedingungen erfolgreich - und speziell für bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen nötig, wenn ein Land sich "von unten" auf breiter Basis eigenständig entwickeln will - und nur "Entwicklung von unten" ist nachhaltig - (s. hierzu mein Buch "VISION WORKS" in www.solidarity.org ).
Davon bin ich nach einem intensiven Lernprozess in der Praxis fest überzeugt.
Das ist die Basis der konkreten Vision von einem Neubeginn im Bildungswesen von Haiti. Letztlich darf dies nicht mit dem Schulalter von sechs zu Ende sein, sondern muss in einer entsprechenden Primarbildung seine Fortsetzung finden. Das wünschen auch Haitis Eltern.

Daraus ergibt sich eine Vision in zwei Stufen:
1. Breitestmögliche Montessori Vorschulbildung und
2. Aufbau einer Montessori Primarschulbildung.
Das erfordert größeren Einsatz als es von einer "Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO)" wie der kleinen Peter-Hesse-Stiftung alleine geleistet werden kann. Aber möglich ist die Realisierung einer derartigen Vision - wenn die sich neu entwickelnden staatlichen Strukturen von den Erfolgsmöglichkeiten solcher Entwicklung überzeugt werden können.

Es darf in einer sich friedlich und gerecht zu entwickelnden Welt nicht zugelassen werden, dass Menschen gute Bildungschancen versagt bleiben, um billige Arbeitskräfte zu sichern. Eine qualifizierte menschliche Entwicklung nur "Eliten" zukommen zu lassen, führt zur Verfestigung von unwürdigen Verhältnissen und zu sozialen Verwerfungen. Dass es diesbezüglich Interessen mächtiger Minderheiten gibt, ist traurige Realität, die öffentlich bewusst zu machen und anzuprangern ist. Gleichzeitig muss die Vision einer guten breiten Grundbildung, wie sie Montessori ermöglicht, mit Nachdruck realisiert werden.
Kurzfristig planen wir, die durch Verlust ihrer Vorschulen arbeitslos gewordenen LehrerInnen in einer unserer ländlichen Vorschulen in einem einfachen Neubau aufzunehmen und dort von unserer Montessori-Direktrice Carol Guy-James Barratt weiterzubilden. Diese Lehrkräfte werden das Rückgrat des Montessori Neuanfangs in Haiti bilden. Ein weiterer Ausbau wird wesentlich von unseren finanziellen Möglichkeiten abhängen. Er ist jedoch real möglich.
Peter Hesse - 27. Januar 2010 - www.solidarity.org

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Neues aus Haiti - 19. Januar 2010
Noch immer bangen wir, Carol und ich, um unsere im Erdbebengebiet tätigen LehrerInnen und die von ihnen betreuten Kinder. Leogane hat sich nun auch als katastrophal geschädigt erwiesen. Dort haben (hatten ?) wir eine neue Partner-Vorschule.
Noch immer keine Nachricht von Naomi Joseph, der Directrice des Montessori-Trainingszentrums in der Rue Clemont im Zentrum der Hauptstadt. Das Trainingszentrum selbst ist zerstört - "crumbled", war die Beschreibung, die Carol über das Internet erfahren konnte. Heliana, unsere Montessori-Trainerin im "mobilen Zentrum" in Jacmel, hat jedoch sicher überlebt. Darüber freuen wir uns riesig. Das Haus, in dem sie wohnte, ist zerstört, unsere Partnerschule, der Trainingsort, schwer beschädigt.
Carol ist seit 2 Tagen in Trinidad (zurück aus Kasachstan, wo ihr Mann derzeit tätig ist). Sie wollte sofort weiter nach Haiti fliegen. Dort dürfen vorerst jedoch nur für Rettungsarbeiten ausgebildete Fachkräfte und Sicherheitspersonal einreisen. Wir hoffen, unsere schon lange vor dem Erdbeben geplante Reise (s. Bericht vom 14. Januar unten) in der letzten Februar-Woche DENNOCH antreten zu können.
Langfristig ist eine gute, früh beginnende Bildungs-Starthilfe für Haitis Kinder eine der Voraussetzungen für einen Neuanfang. Da wir jetzt nicht konkret rettend eingreifen können, planen wir nun intensiv für die Zukunft Haitis. Diese wird nicht ohne mehr Mittel realisierbar sein. Darum weiterhin die Bitte, auch diese nur langfristig wirkende Hilfe nicht zu vergessen. Noch ist Nothilfe dringend notwendig. Darum bleibt es dabei:
Alle seit Jahresbeginn 2010 bis Aschermittwoch (17.2.10) gespendeten Mittel (Konto s. unten) nehmen wir zu 100% direkt mit nach Haiti für den direkten Einsatz im Rahmen unserer Arbeit für bedürftige Kinder.
Weitere Informationen folgen hier - sobald wir sie erhalten. - Ihr Peter Hesse

Erdbeben in Haiti.

DENNOCH neue Startchancen für Kinder.

Wir haben nach den verheerenden Erdbeben bisher vergeblich versucht, unsere haitianischen Projekt-Partner in Port au Prince zu erreichen. Noch wissen wir nicht, ob und inwieweit unsere PartnerInnen und das Montessori LehrerInnen Trainingszentrum Schaden genommen haben. Wir müssen davon ausgehen, dass dies in einigen der mit uns verbundenen Schulprojekte leider der Fall sein wird - in Port au Prince, Carrefour wie in den neuen Projekten in Leogane und in Jacmel. Wir hoffen auf Informationen befreundeter Hilfsorganisationen, insbesondere der Agro Action Allemande (Deutsche Welthungerhilfe), die sofort ein Hilfsteam und zusätzliche Mittel auf den Weg nach Haiti gebracht hat.

Sobald so viele Leben wie möglich gerettet sein werden, muss die Entwicklungs-Zusammenarbeit in Haiti weitergehen. Unsere haitianischen PartnerInnen werden dies auch so sehen. Das DENNOCH-Prinzip muss siegen. Kinder brauchen eine Starchance für ihr schwieriges Leben in Haiti. Nach dem Kampf ums Überleben werden auch wir uns weiter darum bemühen.

Jetzt brauchen alle Hilfsorganisationen noch mehr Hilfe. Wir auch. Darum die Bitte: Wo immer Sie sich engagieren, machen Sie nun verstärkt weiter. Es geht um Trinkwasser, Ernährung und medizinische Versorgung - aber auch um Grundbildung für langfristige Eigenentwicklung. Wir dürfen die von der Weltwirtschaft und nun auch von der Natur erneut gebeutelten Haitianer nicht vergessen. Ein Filmteam um das neue Vorstandsmitglied der Peter-Hesse-Stiftung, Frau Dr. Sabine Uhlen, fliegt in der letzten Februar-Woche 2010 mit unserer Montessori Fachfrau Carol Guy-James Barratt und mir nach Haiti, um zu dokumentieren, was zum Wohle der nächsten Generationen in Haiti gerettet werden kann - und muss. Bis Mitte Februar gespendete Mittel werden von uns dann direkt vor Ort voll eingesetzt. Die Reise des Filmteams und der Film selbst sind vom Team gespendet.

Peter Hesse - www.solidarity.org - 14. Januar 2010

Konto der Peter-Hesse-Stiftung: 3156080, Commerzbank Düsseldorf BLZ 300 400 00
(Für Spendenbescheinigungen bitte "Haiti Erdbebenhilfe" und volle Spenderanschrift.)



Die Zukunft der Peter-Hesse-Stiftung.

von Peter Hesse - Sommer 2009

Nach vollendeten 25 Jahren der selbständigen Peter-Hesse-Stiftung sowie 72 Lebensjahren darf ich nicht nur unseren Freunden und Förderern danken, sondern muss die Zukunft meiner ursprünglich sehr kleinen Stiftung gestalten. Dazu gehört auch eine bessere Nutzung des Internets. Dies ist der erste aktuelle Bericht auf unserer deutschen Homepage.

Das aus einem inneren "wake-up call" in Haiti im Jahre 1981 entstandene Engagement für Kinder wurde seit der Gründung der Peter-Hesse-Stiftung (1983) wesentlich von Carol Guy-James Barratt mitgetragen. Auch haben im Laufe der Jahre einige Freiwillige - insbesondere vor Ort in Haiti - wertvolle Hilfe geleistet. Ich habe dazu die bescheidenen Mittel beigetragen und ergänzend gesammelt sowie das in Haiti Gelernte entwicklungspolitisch genutzt.
Dies wurde nach einem nicht endenden Lernprozess eine Erfolgsgeschichte.

Die von Carol und mir sowie von Irene Dänzer-Vanotti geschriebenen Bücher* dokumentieren diese Entwicklung. In meiner fast dreißigjährigen Zeit als geschäftsführender Gesellschafter der von meinen Vorfahren gegründeten Düsseldorfer Künstlerfarbenfabrik H. Schmincke & Co. hatten wir außerdem wertvolle Hilfe von damaligen MitarbeiterInnen und auch von der Familie Hesse.

Seit meinem Abschied aus der Schmincke-Geschäftsführung und der Konzentration auf die Stiftungsarbeit im Jahr 1998 suchte ich nach Zukunftslösungen für das Haiti-Engagement. Meine ursprüngliche Vision einer zukünftig finanziell tragfähigen Stiftung gemeinsam mit meinen jüngeren Halbgeschwistern, den beiden Miteigentümern im Hause Schmincke, scheiterte schließlich an deren anderen Prioritäten. So galt es, eine andere Struktur für die dauerhafte Fortführung des Haiti-Engagements zu finden. Eine Stiftung ist schließlich bewusst auf Dauer angelegt. Dies erfordert jedoch eine wesentlich stärkere finanzielle Basis für ein professionelles Stiftungsmanagement. Der selbst für den Satzungszweck tätige Stiftungsgründer muss schließlich nicht bezahlt werden.

Um finanziell zu wachsen, habe ich im Jahr 2008 zunächst unter Einsatz meiner im Hause Schmincke angelegten Mittel das Stiftungskapital von rund einhunderttausend auf eine volle Million Euro erhöht. Testamentarisch war dies sowieso vorgesehen. Auch eine Million ist jedoch als finanzielle Basis bei professioneller, fair entlohnter Arbeit für den Stiftungszweck, "die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen in Entwicklungsländern, insbesondere als Überlebenshilfe für Kinder und - wo möglich - als Hilfe zur Selbsthilfe..." zu wenig.

So lange ich noch arbeiten kann, werde ich die Stiftung selbst weiterführen und mit Carols wertvoller Hilfe auch unser Engagement in Afrika erweitern. Dafür reichen die Erträge der einen Million (hoffentlich auch weiterhin angereichert durch einige Spenderfreunde). Danach - wenn ich nicht mehr kann oder tot bin - wird die selbständige Peter-Hesse-Stiftung unter Beibehaltung des Stiftungszwecks in eine neue Treuhandstiftung in der Stiftung der Deutschen Welthungerhilfe (DWHH) umgewandelt. Dies wurde bereits mit der Düsseldorfer Stiftungsaufsicht und mit der Leitung der DWHH geklärt. An Stelle meiner wegen ihrer Interessenskonflikte aus dem Stiftungsvorstand ausgetretenen Halbgeschwister hat der bisherige Geschäftsführer der DWHH, Dr. Hans-Joachim Preuß (der inzwischen in die Geschäftsführung der GTZ berufen wurde) die Funktion eines stellvertretenden Vorsitzenden der Peter-Hesse-Stiftung übernommen. Frau Dr. Sabine Uhlen, eine langjährige Freundin, hat die zweite frei gewordene Vorstandsposition eingenommen. Als Ärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Sozialmedizin wird sie - gemeinsam mit meiner Frau, Isa Hesse, darauf achten, dass die Überführung in eine Treuhandstiftung in der DWHH schon dann erfolgt, wenn ich die Stiftung aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr sinnvoll führen kann.
Die Weichen für die Zukunft sind nun so sicher, wie dies möglich ist, gestellt.

Anfang 2009 hat mich das Präsidium der Deutschen Welthungerhilfe in das Kuratorium der DWHH gewählt. Schon seit Beginn des Haiti-Engagements besteht eine enge, fruchtbare Verbindung mit der DWHH bzw. mit ihrer Haiti-Tochter, der "Agro Action Allemande". Deren Haiti-Büro dürfen wir schon seit einigen Jahren als Basis und als Teilzeitbüro nutzen. Mit der Peter-Hesse-Treuhandstiftung kann die DWHH ihre erfolgreiche Arbeit zur Bekämpfung des Hungers in der Welt zukünftig noch intensiver in den zumeist notleidenden Grundbildungsbereich in der Welt ausweiten und ich kann diese Welt mit der Gewissheit verlassen, dass die Aufbauarbeit professionell und qualifiziert weitergeführt werden wird. Meine Frau Isa und auch Carol werden sich somit auch gesichert bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben einbringen können. - Eine runde Problemlösung!
Meine Frau und eine treue Langzeit-Freiwillige, Iris Großmann, entlasten mich in der notwendigen Finanz- und Buchhaltungsarbeit. Ich bemühe mich verstärkt um globale Werbung für hochwertige frühkindliche Bildung in der Politik und in Zusammenarbeit mit der "Association Montessori Internationale (AMI)". Außerdem ist die Welt nicht nur wegen der aktuellen Krisen in einer Aufbruchsstimmung. Globales Bewusstsein wächst, und eine aktiver werdende Zivilgesellschaft engagiert sich für globale Problemlösungen. Dabei nutzt Erfahrung in der Politik und im Management. Auch ich fühle mich zur Mitwirkung gefordert.



* Peter Hesse: Von der Vision zur Wirklichkeit. Von Lernwegen zum Erfolg: von der Möglichkeit, SINN-voll zu leben." 1990 Cogito-Verlag, Kaarst-Büttgen - ISBN 3-00-4473-6

Irene Dänzer-Vanotti: "Es ist DENNOCH möglich! 25 Jahre Engagement von Peter Hesse in Haiti. 2006 Droste Verlag, Düsseldorf - ISBN 3-7700-1245-3.

Peter Hesse (als Herausgeber für die Global Marshall Plan Initiative): "Solidarität, die ankommt! Ziel-effiziente Mittelverwendung in der Entwicklungszusammenarbeit." 2006 - ISBN 3-9809723-8-0

Carol Guy-James Barratt: "Atelier Montessori" (Français) 2007 - ISBN 978-3-9811650 - und
Carol Guy-James Barratt: "Montessori Workshop" (English) 2007 - ISBN 981-3-9811650-1-2
(Beide herausgegeben für Projekte und limitiert vertrieben von der Peter-Hesse-Stiftung, Erkrath.

Peter Hesse: "Vision works. From vision to action. From Haiti to ONE world in diversity. Wake-up calls for change." 2008 Erkrath, Peter-Hesse-Stiftung - ISBN 978-3-9811650-2-9

(Herausgegeben von der Peter-Hesse-Stiftung, Erkrath - aber voll privat finanziert)

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