wurde am 7. Dezember 1983 gegründet, um kleine Selbsthilfeprojekte in Haiti dauerhaft zu unterstützen, mit denen Peter Hesse, Management-Trainer und Hersteller von Künstlerfarben, 1981 privat begonnen hatte.
Nach anfänglichem Lernprozess und der Entwicklung von Leitlinien für die Arbeit konzentrierte sich die Stiftungsarbeit zunächst auf Kurzseminare in einfachem Projektmanagement sowie auf die Öffnung von finanziellen Engpässen in zumeist ländlichen Selbsthilfeinitiativen. Ab 1986 verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Ausbildung von Montessori-VorschullehrerInnen und die Eröffnung von zumeist ländlichen Vorschulen für benachteiligte Kinder. Die fachliche Leitung dieses Montessori-Projekts lag in den Händen der in London ausgebildeten Montessori-Directrice Carol Guy-James Barratt aus Trinidad, bis haitianische Trainerinnen von ihr soweit befähigt waren, die VorschullehrerInnen-Ausbildung in eigener haitianischer Regie weiterzuführen.
Auch während der politisch schwierigen Perioden der jüngsten Geschichte Haitis wuchs das Montessori-Projekt langsam, aber stetig - trotz einiger Unterbrechungen und Zerstörungen durch politische und Naturgewalten. Dank der Initiative der gut ausgebildeten Lehrerinnen, der Eltern der Vorschulkinder und der jeweiligen Trägergruppen sowie dank der andauernden Betreuung durch Carol Guy-James Barratt regenerierten sich auch die zeitweilig zerstörten Vorschulen wieder aus weitgehend eigener Kraft. S. "Montessori in Haiti".
Die in Haiti gemachten Erfahrungen erlaubten schon in den achziger Jahren politische Initiativen in Deutschland, wie das "Partnerschafts-Helfer-Modell" und 1989/90 die Initiative Grundbildung in der "Dritten Welt" oder anschließend die Initiative Vorschuldidaktik für Kinder in EINEr Welt. Nach dem 10-jährigen Bestehen der Stiftung im Dezember 1993 begann eine weitere intensive Nutzung des in Haiti Gelernten im fachpolitischen Rahmen in Deutschland und in EINEr Welt - z.B. beim "Weltgipfel für Soziale Entwicklung" im März 1995 in Kopenhagen, wofür die Erfahrungen der Haiti-Basisarbeit in 3 "SUGGESTIONs for ONE world development" zusammengefasst wurden. Durch Mitarbeit in internationalen Netzwerken sowie durch Anregung und Mitgestaltung eines Arbeitsbereiches "Bildung für das nächste Jahrhundert" im STATE OF THE WORLD FORUM der Gorbatschow-Stiftung wurde weltweit geworben für die Verbesserung der frühkindlichen Vor- und Grundbildung.
Neue Phase seit 1999
Die Stiftung ist 1983 gegründet worden, weil "Entwicklung" keine kurzfristige Aktivität sein kann, sondern langfristig lernend wächst. Eigene Entwicklung ebenso wie Hilfe zur Selbsthilfe in EINEr Welt. Nun war mit der Lebens-Starthilfe für Kinder in Haiti mit dem Montessori-Vorschul-Modell ein erster Schritt erfolgreich getan. Es begann eine neue Phase: Eine Konzentration auf das gesellschaftspolitische Engagement durch Konsolidierung des in Haiti Erreichten und weitere Verbreitung des vor allem dort Gelernten in EINEr Welt.
Die Stiftung ist Mitglied bei VENRO (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungs-Organisationen e.V.). Als damaliger Vorsitzender (1994 bis 2002) von "PARITÄT International", einem älteren Netzwerk von NROs im DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband), war Peter Hesse Mitbegründer von VENRO. Ferner bestehen Mitgliedschaften im "International Forum for Child Welfare (IFCW)". Seit Mai 2000 ist die Stiftung "NGO in SPECIAL CONSULTATIVE STATUS with the Economic and Social Council of the United Nations - ECOSOC" und Mitglied der "Conference of NGOs in Consultative Relationship with the United Nations (CONGO)".